Dienstag, 20. August 2013

Hola Peru

20.07. - 25.07.13
Nach 10 Stunden Fahrt, einmal Umsteigen in Puno und einem Stempel mehr im Pass erreichten wir Cusco, die Hauptstadt der Inka.


Als Inka wird heute eine indigene Kultur hier in Suedamerika bezeichnet. Urspruenglich war mit dem Begriff "Inka" die Bezeichnung eines Stammes gemeint, der nach eigener Auffassung dem Sonnengott "Inti" entstammte und die Umgebung Cuscos besiedelte.
Zeitungen schrieben darueber, dass Kindermumien in den Anden gefunden worden sind. Diese sind wahrscheinlich bei der s. g. Capacocha-Zeremonie geopfert worden. Ausserdem fanden Wissenschaftler heraus, dass die Kinder monatelang auf ihren Tod vorbereitet wurden und mit Alkohol und Drogen beruhigt.


Im Jahr 1999 wird das Geheimnis des Vulkans Llullaillaco zum ersten Mal gelüftet. Hier sieht man den Archäologen Johan Reinhard 1999 am Fundort der Kindermumien.
Im Jahr 1999 wird das Geheimnis des Vulkans Llullaillaco zum ersten Mal gelüftet. Hier sieht man den Archäologen Johan Reinhard 1999 am Fundort der Kindermumien.
Die Geschichte der Inkas finden wir wirklich sehr interessant!



Weil wir unser Hostel scheisse fanden wechselten wir nach 2 Tagen in eine Hospedaje, in der wir fuer den gleichen Preis ein Doppelzimmer bekamen.
Wir schauten uns die Stadt an und checkten ab, wie wir am Besten und Billigsten nach Macchu Picchu kommen.



Nein, das ist nicht die Schwulenfahne. Das ist die Flagge des Inkareichs und  die der Stadt Cusco



Moeglichkeiten nach Macchu Picchu:

  1. Der Inkatrail - ca. 600 bis 1000 Dollar. Die Wanderung dauert 7 Tage. Muss man aber schon 7 Monate im Vorraus buchen! (sehr beliebt)
  2. Andere Wanderwege, die nicht so teuer sind und man paar Tage vorher buchen kann.
  3. Mit dem Zug - ca. 220 Dollar
  4. Mit dem Auto - ca. 125 Dollar

Obwohl wir echt gern mit dem Zug fahren wollten mussten wir uns (aus finanziellen Gruenden) fuer das Auto entscheiden!

Montag, 12. August 2013

Copacabana & Isla del Sol

17.07. - 19.07.13
Heute wurden wir das erste Mal von unserem Reisebus direkt vom Hostel abgeholt, was uns den langen Marsch zum Bahnhof ersparte. Die Fahrt war nichts besonderes. Allerdings mussten wir in San Pedro de Tiquina in ein Boot umsteigen und quer ueber den Titicaca-See schippern. Unser Bus dann auch :)



Ich (N) und meine Patschakas :)

Nach einer weiteren Stunde mit dem Bus kamen wir dann in Copacabana an. Unser Hostal wurde von einem Deutschen gefuehrt und war sehr schoen, mit Blick auf den Titicaca-See.


Von Copacabana aus fahren taeglich kleine Schiffe bzw. Boote zur Isla del Sol.
Die Isla del Sol (Insel der Sonne) ist der legendaere Ort, an dem die Inka erschaffen worden sein sollen, und der Mythologie zufolge ausserdem der Geburtsort der Sonne. Auf der Isla leben rund 2500 Menschen in mehreren kleinen Doerfern.
Wir kauften ein Ticket fuer die Isla und am naechsten Tag um 09:00 Uhr gings los. Es folgte eine arschkalte, lange und wackelige Bootsfahrt bis wir die Isla erreichten.
Hier machten wir einen ca. 1 stuendigen Spaziergang zu Inkaruinen.
Bei den Ruinen durften wir noch an einer Zeremonie teilnehmen.
Und das wars dann auch schon.


Die Inkaruinen

Die Isla ist eine schoene Insel, muss man aber nicht gesehen haben. Eigentlich ist sie nur eine Touriabzocke! Man zahlt fuer den Transport, den Eintritt, die Fuehrung zu den Ruinen, jeden Toilettengang. Essen und Getraenke sind auch total ueberteuert!



Unser Highlight der Insel: Das Playa-Schwein :)

Das war unser letzter Halt in Bolivien, jetzt heisst es ab nach Peru!!! :)

Sonntag, 4. August 2013

El Camino de la Muerte

15.07. - 16.07.13
Fuer uns gab es nur einen Grund ins kalte La Paz zurueckzugehen. Und zwar "el camino de la muerte!"
Das ist die gefaehrlichste Strasse der Welt. Sie verbindet La Paz mit der wichtigsten Stadt der Yungasregion Coroico und war frueher die einzige Verbindung.
Die einspurige Strasse verlaeuft an steilen Abhaengen entlang, bei denen es hunderte Meter in die Tiefe geht. Es gibt keine Leitplanken oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen. Auch das Wetter traegt seinen Teilen zur Gefaehrlichkeit bei. Auf der 60 km langen Strecke werden fast alle Klimazonen Suedamerikas durchquert. Als sie noch die einzige Verbindung war, stuerzte taeglich ca. ein Fahrzeug in die Tiefe. Zahlreiche Kreuze am Strassenrand erinnern daran.
Seit 2006 gibt es eine neue, asphaltierte Strasse. Diese ist zwar sicher aber dauert laenger. Deshalb wird die Alte immernoch benutzt und es kommt noch zu Abstuerzen.
Hauptsaechlich wird sie heute allerdings fuer den Tourismus benutzt. Die Agencys bieten alles Fahrradtouren an und auch da kam es schon zu schweren Unfaellen z. B. wegen schlechten Bremsen. Wir trafen ein paar Leute, die sich etwas gebrochen hatten und 2001 ist ein Touri in die Tiefe gestuerzt und gestorben.

Ein Denkmal fuer die zwei Israelis, die hier gestorben sind. 
Ich (N) habe letztes Jahr ein Schulreferat ueber diese Strasse gehalten und wollte nicht einfach mit dem Fahrrad runterheizen sondern sie richtig auf mich wirken lassen.
Wir fanden eine Agency, die die Strasse zum Teil laufen, zum Teil mit dem Auto anbot. Das hoerte sich gut an und wir buchten gleich fuer den naechsten Tag.

Um 08:00 Uhr wurden wir abgeholt. Diesmal hatten wir eine private Tour denn wir waren nur zu zweit. Uns solls recht sein :)
Unser Weg fuehrte uns auf 4650 Meter hoch auf den Cumbre-Pass. Auch hier ist Vorsicht geboten!


Fahrzeuge im Abgrund

Nach 15 Min. kurviger Fahrt fuhren wir durch ein Wolkenmeer



Kurz darauf bogen wir auch schon auf die Todesstrasse ab.
Mit dem Auto auf der Todesstrasse zu fahren liess unseren Adrenalinpegel ganz schoen steigen. Gefaehrlicher gehts nicht. Aber an den ganz krassen Stellen stiegen wir aus und liefen.



Gegenverkehr hatten wir auch




Der Reifenabdruck kurz vorm Abgrund


sogar ein LKW kam uns entgegen






Bevor wir in Coroico ankamen zeigte uns unser Guide noch wie hier Koka angebaut wird.

Koka-Straeucher
Hallo Coroico
Nachdem wir in einem deutschen Lokal mittagassen, ging es auch schon wieder zurueck. Diesmal auf der neuen und sicheren Strasse. Als wir den Cumbre-Pass passierten mussten wir leider sehen, wie gerade ein Auto aus dem Abgrund geborgen wurde. Obwohl jeder weiss wie gefaehrlich die Strecke bzw. der Pass ist, rasen trotzdem viele wie die Sau.

Unser Guide Joel checkte uns noch ein Hostal und ein Busticket nach Copacabana ab.
Naechster Halt: Titicaca See!

Montag, 29. Juli 2013

Tranquilo in Rurre

08.07. - 14.07.13
Bis zum Rueckflug hatten wir noch ein paar Tage und die genossen wir total!
Chillen in der Haengematte, spazieren am Flussufer, Cocktails trinken, sonnen, am Pool chillen, uns von den Moskitos aergern lassen usw.







Der Rueckflug war recht unspektakulaer mit zwei funktionierenden Propellern. Bis auf Schweine auf der Landebahn, nichts ungewoehnliches :)
Nach 45 Min kamen wir wieder im schweinekalten La Paz an.

3 Tage durch die Pampa

05.07. - 07.07.13
Heute ging es endlich los in die Pampa. Um 09:00 Uhr holte uns der Jeep von unserem Hostel ab. Insgesamt waren wir 8 Personen und es wurde ziemlich kuschelig im Jeep. Genau das Richtige bei 35 Grad! :)
Es folgte eine 3 stuendige Fahrt nach Santa Rosa wo wir erstmal Mittagessen bekamen. Gut gefuellt ging es dann zum Nationalpark, wo wir dann vom Jeep ins Boot wechselten.


Nachdem wir uns mit unserem Tourguide Fernandito bekannt gemacht hatten, startete auch schon die Bootsfahrt auf dem Fluss Yacuma. Hinter jeder Ecke wartete eine neue Ueberraschung:




Wasserschwein. Das groesste Nagetier der Welt



Ein Alligator




Nach 4 Stunden kamen wir dann in unserem Pampa-Camp an.


Zum Glueck mit Moskitonetz

Ich (N) fand das alles nicht so cool weil alles offen war und es ueberall potenzielle Verstecke fuer riesige Spinnen gab. Selbst der Gang und das Benutzen der Toilette wurde fuer mich zur Mutprobe. Doch Gott sei Dank hatte ich meinen Spinnenjaeger, den ich immer vorausschickte, um alles krabbelnde zu beseitigen :)

Nach kurzer Pause im Camp gingen wir den Sonnenuntergang angucken.

Waren zwar mehr Wolken als Sonne, aber trotzdem schoen

Als es dunkel wurde und die Moskitos satt, schipperten wir wieder zurueck ins Camp um abendzuessen. Die "Pampa-Tukke" servierte uns lecker Essen! (die Koechin war ein Mann, der aber eine Frau sein wollte. Ja, sowas kann es auch mitten in der Pampa geben!)
Den Rest des Abends chillten wir  in den Haengematten und krochen dann unter die Moskitonetze.
Nachts wird man wach von Tieren, die durch das Camp rennen, Voegel, die ihre Nester auf unserem Dach bauen und anderen Geraeuschen, ueber die man nur raetseln kann.

Tag 2

Tag 2 begann etwas stressig. Fernandito weckte uns noch in der Dunkelheit, damit wir den Sonnenaufgang sehen koennen. Wir fuhren 20 Meter mit dem Boot und wackelten noch etwas durch die Pampa bis wir den perfekten Blick hatten.

Wegen Nebel konnten wir den Sonnenaufgang nicht gut sehen. Aber dafuer auf dem Rueckweg ins Camp vom Boot aus

Zurueck im Camp gabs erstmal reichhaltiges Fruehstueck. Das war auch noetig, denn es folgte eine mehrstuendige Wanderung bei gluehender Hitze durch die Pampa. Mit Gummistiefeln ausgestattet gings los.


Es war schon morgens so heiss, dass die Gummistiefel fast schmolzen. In der Pampa suchten wir nach Schlangen. Hauptziel war die Anaconda! Wir stapften die ganze Zeit durch ein kniehohes Gemisch aus Schlamm und Wasser. Ich (K) fuehlte mich ein bisschen wie Bear Grylls von DMAX und zog mit Stock bewaffnet alleine los. Doch weder die Gruppe noch ich hatte Glueck. Lediglich eine kleine Echse sah ich. Enttaescht war ich aber trotzdem nicht, den die Suche an sich hat sehr viel Spass gemacht. Nach ein paar Stunden wurde die Hitze unertraeglich und wir brachen die Suche ab. Auf dem Rueckweg sahen wir noch einen Tierschaedel und ein Kadaver, an dem sich gerade ein Geier zu schaffen machte.



Im Camp war estmal chillen angesagt. Jeder verzog sich in eine Haengematte oder seine Huette. Ich (K) sass mit Fernandito am Ufer und liess mir den Unterschied zwischen Alligatoren und Kaimanen erklaeren. (Kaimane haben z.B. groessere Koepfe und werden groesser als Alligatoren. Bis zu 7 , 8 Meter)
Als Fernandito ploetzlich "Pepe" rief. Ich wusste nicht warum aber auf einmal sah ich ihn langsam und maechtigaussehend aus dem Wasser kommen. Pepe! Ein 4 - 5 Meter langes Prachtexemplar von einem Kaiman. Eine Bestie! Fernanditos Gehilfe zoegerte nicht lange und holte ein Seil mit einem grossen Stueck Fleisch dran, um ihn zu fuettern. Dabei bekam man einen Eindruck davon wie viel Kraft dieses Tier haben muss.

Best of Pepe:

Hola!
In voller Pracht
Beim Beute schnappen

Mein Lieblingskaiman :-)
Bitte Laecheln


Pepe ist sozusagen der Hauskaiman, denn das Camp liegt in seinem Territorium. Wenig spaeter, Pepe sonnte sich gerade, bekamen wir wieder Besuch. Diesmal von einem Alligator. (auch er hatte einen Namen, nur wissen wir ihn nicht mehr) Auch er wurde gefuettert und legte sich nicht weit von uns zum sonnen hin. Fernandito erklaerte mir am lebenden Exemplar nocheinmal die Unterschiede zwischen den zweien.
Ca. 2 Stunden beobachteten wir die zwei bevor sie zum abkuehlen wieder ins Wasser gingen. Wir sahen auch noch Delfine und einige Voegel.
Um das Wildlife hier zu sehen muss man wirklich nicht mehr machen als sich ans Ufer zu setzen und zu warten.



Nach der Siesta stiegen wir wieder in die Boote um mit Delfinen schwimmen zu gehen. Hier im Fluss gibt es die rosa Delfine, die wenn sie jung sind eigentlich grau sind. Ausserdem koennen sie im Suess- und Salzwasser leben.

Bolivia aprueba ley que protege al delfín amazónico
Ist ein Bild von Google. Sie holten immer nur kurz Luft. Unmoeglich fuer ein Foto




Nach kurzer Zeit sahen wir welche und ich (K) ging ins Wasser. Ich (N) traute mich nicht da ich ungern in einem Fluss schwimme in dem es von Kaimanen, Alligatoren und Piranhas wimmelt.
Anfangs waren die Delfine noch weit von mir entfernt und jedes mal wenn sie etwas neugierig wurden, kam ein Motorboot und verscheuchte sie. Zum Glueck wurde es bald ruhiger und die Delfine fingen an immer naeher zu kommen. Es war eine Familie, mind. 8 Stueck. Sie umkreisten mich, beruehrten mich und stupsten mich mit ihren Schnauzen.Ich konnte sie mit meiner Hand beruehren und sie stiegen vor mir, neben mir und hinter mir aus dem Wasser auf. Tolle Tiere!
Als ich merkte, dass ich dringend aufs Klo musste, ging ich schnell wieder ins Boot, denn in dem Fluss lebt auch der Penisfisch, der von Urin angelockt wird. Was der tut koennt ihr euch ja sicher vorstellen. Aua!

Zurueck zum Camp fuhren wir gemuetlich und wurden von der Delfinfamilie die ganze Zeit begleitet.
Im Camp leistete die Pampa-Tukke wieder gute Arbeit und versorgte uns mit leckerem Essen. Das war auch schon der zweite Tag.

Tag 3

Nach dem Fruehstueck gings gleich los zum Piranhafischen. Fernandito kannte die besten Stellen um die Angel auszuwerfen aber mehr als die Piranhas mal kurz aus dem wasser zu kriegen war leider nicht drinn. Nichtmal Fernandito fing einen, und er ist Profi. Die Viehcher sind aber auch verdammt flink. Bevor man an dem Seil zieht, haben sie schon den Koeder gefressen.

Fernandito beim Vorbereiten der Angeln




Noch ein letztes Mal bekamen wir Essen und konnten noch ein bisschen mit Pepe chillen. Dann ging es auch schon zurueck nach Rurrenabaque.

Das waren unsere 3 geilen Tage in der Pampa!