Montag, 29. Juli 2013

3 Tage durch die Pampa

05.07. - 07.07.13
Heute ging es endlich los in die Pampa. Um 09:00 Uhr holte uns der Jeep von unserem Hostel ab. Insgesamt waren wir 8 Personen und es wurde ziemlich kuschelig im Jeep. Genau das Richtige bei 35 Grad! :)
Es folgte eine 3 stuendige Fahrt nach Santa Rosa wo wir erstmal Mittagessen bekamen. Gut gefuellt ging es dann zum Nationalpark, wo wir dann vom Jeep ins Boot wechselten.


Nachdem wir uns mit unserem Tourguide Fernandito bekannt gemacht hatten, startete auch schon die Bootsfahrt auf dem Fluss Yacuma. Hinter jeder Ecke wartete eine neue Ueberraschung:




Wasserschwein. Das groesste Nagetier der Welt



Ein Alligator




Nach 4 Stunden kamen wir dann in unserem Pampa-Camp an.


Zum Glueck mit Moskitonetz

Ich (N) fand das alles nicht so cool weil alles offen war und es ueberall potenzielle Verstecke fuer riesige Spinnen gab. Selbst der Gang und das Benutzen der Toilette wurde fuer mich zur Mutprobe. Doch Gott sei Dank hatte ich meinen Spinnenjaeger, den ich immer vorausschickte, um alles krabbelnde zu beseitigen :)

Nach kurzer Pause im Camp gingen wir den Sonnenuntergang angucken.

Waren zwar mehr Wolken als Sonne, aber trotzdem schoen

Als es dunkel wurde und die Moskitos satt, schipperten wir wieder zurueck ins Camp um abendzuessen. Die "Pampa-Tukke" servierte uns lecker Essen! (die Koechin war ein Mann, der aber eine Frau sein wollte. Ja, sowas kann es auch mitten in der Pampa geben!)
Den Rest des Abends chillten wir  in den Haengematten und krochen dann unter die Moskitonetze.
Nachts wird man wach von Tieren, die durch das Camp rennen, Voegel, die ihre Nester auf unserem Dach bauen und anderen Geraeuschen, ueber die man nur raetseln kann.

Tag 2

Tag 2 begann etwas stressig. Fernandito weckte uns noch in der Dunkelheit, damit wir den Sonnenaufgang sehen koennen. Wir fuhren 20 Meter mit dem Boot und wackelten noch etwas durch die Pampa bis wir den perfekten Blick hatten.

Wegen Nebel konnten wir den Sonnenaufgang nicht gut sehen. Aber dafuer auf dem Rueckweg ins Camp vom Boot aus

Zurueck im Camp gabs erstmal reichhaltiges Fruehstueck. Das war auch noetig, denn es folgte eine mehrstuendige Wanderung bei gluehender Hitze durch die Pampa. Mit Gummistiefeln ausgestattet gings los.


Es war schon morgens so heiss, dass die Gummistiefel fast schmolzen. In der Pampa suchten wir nach Schlangen. Hauptziel war die Anaconda! Wir stapften die ganze Zeit durch ein kniehohes Gemisch aus Schlamm und Wasser. Ich (K) fuehlte mich ein bisschen wie Bear Grylls von DMAX und zog mit Stock bewaffnet alleine los. Doch weder die Gruppe noch ich hatte Glueck. Lediglich eine kleine Echse sah ich. Enttaescht war ich aber trotzdem nicht, den die Suche an sich hat sehr viel Spass gemacht. Nach ein paar Stunden wurde die Hitze unertraeglich und wir brachen die Suche ab. Auf dem Rueckweg sahen wir noch einen Tierschaedel und ein Kadaver, an dem sich gerade ein Geier zu schaffen machte.



Im Camp war estmal chillen angesagt. Jeder verzog sich in eine Haengematte oder seine Huette. Ich (K) sass mit Fernandito am Ufer und liess mir den Unterschied zwischen Alligatoren und Kaimanen erklaeren. (Kaimane haben z.B. groessere Koepfe und werden groesser als Alligatoren. Bis zu 7 , 8 Meter)
Als Fernandito ploetzlich "Pepe" rief. Ich wusste nicht warum aber auf einmal sah ich ihn langsam und maechtigaussehend aus dem Wasser kommen. Pepe! Ein 4 - 5 Meter langes Prachtexemplar von einem Kaiman. Eine Bestie! Fernanditos Gehilfe zoegerte nicht lange und holte ein Seil mit einem grossen Stueck Fleisch dran, um ihn zu fuettern. Dabei bekam man einen Eindruck davon wie viel Kraft dieses Tier haben muss.

Best of Pepe:

Hola!
In voller Pracht
Beim Beute schnappen

Mein Lieblingskaiman :-)
Bitte Laecheln


Pepe ist sozusagen der Hauskaiman, denn das Camp liegt in seinem Territorium. Wenig spaeter, Pepe sonnte sich gerade, bekamen wir wieder Besuch. Diesmal von einem Alligator. (auch er hatte einen Namen, nur wissen wir ihn nicht mehr) Auch er wurde gefuettert und legte sich nicht weit von uns zum sonnen hin. Fernandito erklaerte mir am lebenden Exemplar nocheinmal die Unterschiede zwischen den zweien.
Ca. 2 Stunden beobachteten wir die zwei bevor sie zum abkuehlen wieder ins Wasser gingen. Wir sahen auch noch Delfine und einige Voegel.
Um das Wildlife hier zu sehen muss man wirklich nicht mehr machen als sich ans Ufer zu setzen und zu warten.



Nach der Siesta stiegen wir wieder in die Boote um mit Delfinen schwimmen zu gehen. Hier im Fluss gibt es die rosa Delfine, die wenn sie jung sind eigentlich grau sind. Ausserdem koennen sie im Suess- und Salzwasser leben.

Bolivia aprueba ley que protege al delfín amazónico
Ist ein Bild von Google. Sie holten immer nur kurz Luft. Unmoeglich fuer ein Foto




Nach kurzer Zeit sahen wir welche und ich (K) ging ins Wasser. Ich (N) traute mich nicht da ich ungern in einem Fluss schwimme in dem es von Kaimanen, Alligatoren und Piranhas wimmelt.
Anfangs waren die Delfine noch weit von mir entfernt und jedes mal wenn sie etwas neugierig wurden, kam ein Motorboot und verscheuchte sie. Zum Glueck wurde es bald ruhiger und die Delfine fingen an immer naeher zu kommen. Es war eine Familie, mind. 8 Stueck. Sie umkreisten mich, beruehrten mich und stupsten mich mit ihren Schnauzen.Ich konnte sie mit meiner Hand beruehren und sie stiegen vor mir, neben mir und hinter mir aus dem Wasser auf. Tolle Tiere!
Als ich merkte, dass ich dringend aufs Klo musste, ging ich schnell wieder ins Boot, denn in dem Fluss lebt auch der Penisfisch, der von Urin angelockt wird. Was der tut koennt ihr euch ja sicher vorstellen. Aua!

Zurueck zum Camp fuhren wir gemuetlich und wurden von der Delfinfamilie die ganze Zeit begleitet.
Im Camp leistete die Pampa-Tukke wieder gute Arbeit und versorgte uns mit leckerem Essen. Das war auch schon der zweite Tag.

Tag 3

Nach dem Fruehstueck gings gleich los zum Piranhafischen. Fernandito kannte die besten Stellen um die Angel auszuwerfen aber mehr als die Piranhas mal kurz aus dem wasser zu kriegen war leider nicht drinn. Nichtmal Fernandito fing einen, und er ist Profi. Die Viehcher sind aber auch verdammt flink. Bevor man an dem Seil zieht, haben sie schon den Koeder gefressen.

Fernandito beim Vorbereiten der Angeln




Noch ein letztes Mal bekamen wir Essen und konnten noch ein bisschen mit Pepe chillen. Dann ging es auch schon zurueck nach Rurrenabaque.

Das waren unsere 3 geilen Tage in der Pampa!

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