Sonntag, 15. September 2013

Auch die schoenste Reise hat irgendwann ein Ende

08.09. - 15.09.13
Fuer die letzte Woche unserer Reise gings wieder zurueck nach Lima. 20 Stunden Busfahrt im Cama waren wieder sehr angenehm. In Lima erwartete uns wieder das typisch triste Limawetter. Am zweiten Tag zeigte sich jedoch zu unserer Ueberraschung die Sonne.
Wir gingen ins Zentrum und machten nochmal richtig einen auf Touri und besuchten das Kloster bzw. die Kirche San Francisco. Unter dem Gebaeude befinden sich noch Katakomben in denen sich Knochen von beinahe 75 000 Toten stapeln.
Leider durfte man keine Fotos machen.
Hier ein Bild von Google:



Es war cool und auch etwas gruselig die nach Typ geordneten Knochen und Totenschaedel zu sehen. Urspruenglich waren die Katakomben naemlich ein Friedhof.


San Francisco Kirche

Plaza im Zentrum
Die restliche Zeit haben wir unsere Reise revue passieren lassen und uns ueberlegt was wir denn in Deutschland so machen und vor allem essen wollen :)
Achso, und ich (N) wollte eigentlich noch bei "the voice of Peru" mitmachen aber nachdem sie mich singen gehoert hatten entschieden sie, dass ich zu talentiert bin und dass es unfair gegenueber den peruanischen Kandidaten waere. Ich soll mich doch lieber bei der deutschen Ausgabe bewerben :)


Ein paar abschliessende Worte zu unserer Reise

Was hat uns besonders gefallen?
Zu sagen was das Beste an der Reise war ist so nicht moeglich. Dazu gab es einfach zu viele tolle Dinge und jedes Land war auf seine Art faszinierend. Aber natuerlich hat jeder etwas, was ihn besonders beeindruckt hat.
Bei mir (N) war es z. B. die Todesstrasse von Bolivien und bei mir (K) die artenreiche Tierwelt.


Was ist uns auf den Sack gegangen?
Bei mir (N) war es ganz klar das naechtigen in den Dorms. Privatsphaere gleich null und ruecksichtslose Zimmergenossen. War einige Male sehr unangenehm!
Mich (K) nervten besonders die selten freundlichen aber immer sehr aufdringlichen Strassenverkaeufer, die nicht verstehen, dass man ihren Scheiss nicht haben will!


Was ist verloren / kaputtgegangen?
N: Ein Ohrring, unzaehlige Paar Socken und drei Unterhosen (wo die wohl grad sind?)
K: eine Jacke, FlipFlops, eine Muetze und meine Handytasche

Kaputt:

  • Handy (K)
  • Kamera (K +N)
  • T-Shirt (N) schlechter Waescheservice
  • Schuhe (K)
  • Handtasche (N)
  • Reisetasche (K)
Geht eigentlich, haette auch mehr sein koennen :)


Abschliessend bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass wir 7 fantastische Monate hatten und kein Tag missen wollen! Wir haben unglaublich viel gesehen, erlebt und gelernt. Erfahrungen, die uns keiner mehr nehmen kann. 
Bis nach Venezuela haben wir es leider nicht geschafft aber das heisst nur, dass es einen Roadtrip Suedamerika Teil 2 geben wird. :)
Wir hoffen, ihr hattet Spass am verfolgen unseres Blogs. Wir freuen uns jetzt erstmal auf Cordon Bleu, Pfannkuchen mit Spinat, Tortellini, Maultaschen, Doener,.....
Und natuerlich freuen wir uns auch auf euch!!! :)





Samstag, 14. September 2013

Die Buckelwale von Mancora


                                                                                                                                         27.08.2013

Praktisch als Geburtstagsgeschenk buchte ich vor 2 Tagen einen Ausflug zur Wahlbeobachtung. Mir (N) war noch schlecht vom Wackelboot in Copacabana,deshalb wollte ich nicht mit. Ich (K) wurde um 6.30 Uhr morgens abgeholt und ein Dorf weiter am Hafen ( der nicht mehr als ein Steg ist ) abgelassen. Zwischen August und Oktober ist hier in Mancora Buckelwalsaison. Muetter kommen hier in die Gegend mit ihren Kindern, da sie hier relativ sicher vor grossen Raubfischen sind. Buckelwale werden durchschnittlich 13 Meter lang, manche Exemplare sogar bis zu 18 Meter und wiegern 25 - 30 Tonnen. Fressen tun sie ueberwiegend Grill und kleine Fische. Ausserdem fressen sie nur im Sommer, im Winter zehren sie von ihren Fettreserven.

Sonnenaufgang vom Steg aus
Vom Steg ging es ab ins Boot und mit vollgas raus aufs Meer. Keine Viertelstunde spaeter sahen wir einen Schwarm Delfine die zielstrebig einen Fischschwarm folgten. Bis zu 7 Delfine in einer Reihe sprangen synchron auf und ab. Leider konnte meine Kamera dieses Schauspoel nicht einfangen.Wenigstens sieht man die Flossen.



Wir liessen die Delfine in ruhe jagen und shipperten eine Weile auf dem Ozean. Immer wieder konnte man links und rechts vom Boot die Kopefe von Seeloewen auftauchem sehem.



Nach einer Weile sah man ploetzlich einen Luftstoss aus dem Wasser schiessen. Ich sah meinen ersten Wal :-) und dann gleich 2, eine Mutter und ihr junges.




Ich freute mich jedesmal riesig wenn Flossen oder Teile des Koerpers aus dem Wasser ragten. Wir drosselten den Motor und verfolgten sie ein bisschen, bis sie ploetzlich weg waren. Doch sie kamen wieder! und zwar wie!

Urploetzlich schoss die Mutter aus dem Wasser und legte einen Sprung der Extraklassen hin. Der Knall als dieser Kolloss wieder auf dem Wasser aufprallte war Ohrenbetaeubend. Ihr Baby machte es sofort nach und wir sahen beider munter umherspringen. Ein seltener Anblick, ich hatte Gaensehaut.










Als die beiden wieder aufhoerten mit springen wurde es ruhiger, mithilfe eines Mikrofons konnten wir noch ihre Gesaenge mit denen sie kommmunizieren hoeren. Wir verfolgten sie noch eine halbe Stunde und drehten dann in Richtung Hafen um. Wir kamen noch an einer Bohrinsel mit Seeloewen vorbei und im Hafen wurden wir von Meeresschildkroeten die ihre Koepfe aus dem Wasser streckten empfangen. Einer der besten Ausfluege ueberhaupt und ein Anblick den ich nie vergessen werde.







Den Rest der Zeit in Mancora verbrachten wir mit chillerei  und klaerten unseren Rueckflug. Eigentlich hatten wir vor nach Quito in Ecuador zu fahren um dort einen Flug nach Caracas zu nehmen, unser eigentlicher Rueckflugsort. Allerdings waren die Fluege schweineteuer und per Bus, also auf dem Landweg wird strikt davon abgeraten nach Venezuela einzureisen. Zu Gefaehrlich sind die Grenzuebergaenge. Wir setzten und mit unserem Reisebuero in Verbindung und checkten ab ob sich der Flug nicht nach Quito oder Lima umbuchen laesst. Nach viel Emailverkehr hatte wir am Ende unseren Flug von Lima aus und fuer den 16. September. Also ab  zueruck nach Lima.

Freitag, 13. September 2013

Urlaub im Urlaub

08.08. - 26.08.13
Nach einigen Monaten in den kalten Anden hatten wir nur ein Ziel: Ins Warme! Und fuer Sonne, Strand und Urlaubsfeeling geht man hier nach Mancora.
Mancora ist ein kleines Fischerdorf und liegt ca. 1 1/2 Stunden Autofahrt von der ecuadorianischen Grenze enfernt.

20 Stunden dauerte die Busfahrt. Beim Aussteigen wurden wir erstmal von Mototaxifahrern umzingelt, die sich auf uns stuerzten wie hungrige Hunde auf ein Stueck Fleisch. Wirklich sehr unangenehm.
Da wir keine Reservierung hatten stiegen wir bei einem der Hunde ein und er kutschierte uns zu Hostels, Hospedajes und 4 Sterne Hotels. Unterkuenfte hat das kleine Doerfchen wie Sand am Meer.
Wir quartierten uns in einer Hospedaje ein, die in unserer Preisklasse lag. Sol de Mancora





Da wir 4 Wochen bleiben wollten gab uns Fernando der Hospedajekeeper einen Megarabatt von fast der Haelfte des Gesamtpreises. Mehr als freundlich! :)
Jetzt machten wir das, was man im Urlaub macht. Nichts :)
Relaxen, monstroese Burger im Beefhouse essen, schwimmen und am Strand liegen, ab und zu was trinken gehen (Pisco Sour - DAS Getraenk in Peru) und sich ueber leckere Schrimpnudeln freuern :)
Zwischendurch machten wir einen kleinen Ausflug ins Nachbardorf Los Organos. Wir assen eine Banane und fuhren schnell wieder zurueck denn hier liegt echt der Hund vergraben. Hier gibts echt nichts. Pure Langeweile!




Ich (K) machte noch einen Ausflug nach Tumbes, die naechstgroessere Stadt um einen Brief an meine Bank zu schicken. Mancora ist so klein, dass es hier nicht mal ne Post gibt.

Hier seht ihr Mancora


Die Panamericana fuehrt direkt durch das Dorf



Donnerstag, 5. September 2013

Alles Prima in Lima - und grau!!

28.07. - 07.08.13
Bevor es nach Lima ging mussten wir noch ein bisschen chillen da ich (N) mich mal wieder mit meinem Freund Montezuma rumaergern musste. Doch Kohletabletten sei Dank zog sich das nicht ganz so lang und wir konnten bald einen Flug nach Lima buchen.
Nach ausfuehrlicher Zollkontrolle am Flughafen sassen wir dann im Flieger in die Hauptstadt Perus.
Und nach 1 1/2 Stunden landeten wir. Hier wurden wir dann per Namensschild abgeholt.

Das erste was hier auffaellt ist die extrem dichte Wolkendecke, die tief ueber der Stadt haengt. Nicht mal ein kleiner Sonnenstrahl schafft es durch. So ist es hier fast das ganze Jahr ueber. Das macht die Stadt sehr grau und trist. Die Selbstmordrate ist hier bestimmt sehr hoch :)
Auch beim Landeanflug sah man die Landebahn erst kurz vor der Landung :)
Nicht mal der Strand kann diese Tristheit auflockern.





Wir haben schon mehrmals gelesen, dass Lima nicht gerade zu den sichersten Staedten Suedamerikas gehoert. Aber wir hatten unser Hostel im Barrio Miraflores und hier leben die Schnoesel von Lima. Hier ist es auch relativ sicher.

Die Stadt Lima haben wir uns ein bisschen wie Cusco vorgestellt mit traditionellem Einschlag. Davon ist hier allerdings nichts zu sehen. Lima ist eher eine moderne Grossstadt wie Santiago.
Ausserdem gibt es hier ein ziemlich cooles Einkaufscenter das mitten in den Klippen gebaut wurde. Inklusiv einer fetten Spielehalle! In dieser verbrachten wir dann den Rest des Tages :)







Dieses graue und traurige war nichts fuer uns. Wir buchten also schnell einen Bus nach Mancora. Den Ort an dem 365 Tage lang die Sonne scheint.


Uebrigens: In Lima gibt es die schoensten Bananen der Welt!!! :)

Donnerstag, 29. August 2013

Machu Picchu - die verlorene Stadt der Inka

26.07. - 27.07.13
Fuer viele Besucher Perus ist der Besuch der verlorenen Stadt der Inka das absolute Highlight ihrer Reise. Und das zurecht!
Der Ort ist eine spektakulaere archaeologische Staette. Seine geheimnisvolle Vergangenheit, die ueberwaeltigende Lage und die Kunst der Erbauer haben Machu Picchu weltweit beruehmt gemacht.
Machu Picchu ist eine Ruinenstadt, die die Inkas im 15. Jahrhundert auf 2360 Metern Hoehe auf einem Bergruecken erbauten.
Ueber den wirklichen Zweck von Machu Picchu gibt es bis heute nur Spekulationen und Vermutungen. 1911 wurden die Ruinen von einem amerikanischen Historiker gefunden.

Die UNESCO nahm M. P. 1983 in die Liste des Weltkulturerbes auf.


Um 07:30 Uhr gings los. Doch bevor wir unser heiss ersehntes Ziel erreichen konnten, mussten wir uns durch eine 7- stuendige Horrorfahrt quaelen.
Unbequeme Sitze, kaum Platz und es ging einen Bergpass hoch und wieder runter. D. h. non-stop Schlangenlinien!! Ein paar Stunden kann man das aushalten aber dann macht sich der Magen bemerkbar! Da kam es uns gerade recht, dass wir 1 Stunde stehen mussten da der Mittelstreifen neu gemalt wurde und trocknen musste :)


Als die Farbe getrocknet war und sich unsere Magen wieder beruhigt hatten gings weiter.
Und um ca. 16 Uhr erreichten wir dann endlich unser Ziel Hidroelectrica.
Von hier mussten wir noch 4 Stunden latschen. Aber kein entspanntes latschen sondern an bzw. auf Bahngleisen entlang.












Die Landschaft war sehr schoen doch leider hatten wir nicht lang etwas davon, da es sehr schnell dunkel wurde. Zum Glueck hatten wir eine Taschenlampe dabei sonst haetten wir keinen Schritt mehr in der Dunkelheit gehen koennen.
Irgendwann dann erreichten wir Aguas Calientes, das Machu Picchu Dorf.



Aguas Calientes liegt etwa 1,5 km von Machu Picchu entfernt und ist Ausgangspunkt fuer die Besichtigung der Ruinen. Das kleine Dorf lebt von den Touris und das sieht man ihm auch an.
Hier bekamen wir Abendessen und verbrachten die Nacht.



Um auf Machu Picchu zu kommen gibt es zwei Moeglichkeiten.
Fuer Faulis gibts ein Bus fuer 8 Dollar und die, die Kondition haben, koennen ca. 1 1/2 Stunden hochlaufen. Allerdings nur auf Treppen. Wir haben zwar die Kondition aber Treppensteigen moegen wir nicht so :)
Also fuhren wir am naechsten Morgen um Punkt halb 6 mit dem ersten Bus nach oben.
Mein Gott war due Schlange am Eingang riesig!!



Drinnen wartete unser Guide auf uns und dann ging die Fuehrung los.
Von der Geschichte haben wir ja schon geschrieben. Jetzt lassen wir Bilder sprechen:



Hinter den Ruinen liegt die steile Bergwand Wayna Picchu. Es dauert ca. eine Stunde den steilen Pfad zu erklimmen und pro Tag sind nur 400 Personen fuer den Aufstieg zugelassen.
Uebrigens duerfen auch nur 4000 Personen pro Tag Machu Picchu besichtigen.












Und jetzt 1 1/2 Stunden Treppen runter??
Nee, wir fuhren wieder mit dem Bus. Der war naemlich von Mercedes Benz und sehr bequem :)
In Auguas Calientes hatten wir noch ein bisschen Zeit um was zu essen und dann ging es mit dem Zug (die Strecke,, die wir gestern gelaufen sind) zurueck nach Hidroelectrica.



In Hidroelectrica wartete auch schon unser Van fuer due 7 stuendige Horrorfahrt zurueck nach Cusco. Doch diesmal war ich (N) vorbereitet und nahm Reisegold (Tabletten gegen Reiseuebelkeit mit Zusatz Muedigkeit). Ich schlief die 7 Stunden wie ein Stein! Geiles Zeug! :)
Erschoepft aber gluecklich liessen wir den Abend bei einem BigMac ausklingen.