Sonntag, 4. August 2013

El Camino de la Muerte

15.07. - 16.07.13
Fuer uns gab es nur einen Grund ins kalte La Paz zurueckzugehen. Und zwar "el camino de la muerte!"
Das ist die gefaehrlichste Strasse der Welt. Sie verbindet La Paz mit der wichtigsten Stadt der Yungasregion Coroico und war frueher die einzige Verbindung.
Die einspurige Strasse verlaeuft an steilen Abhaengen entlang, bei denen es hunderte Meter in die Tiefe geht. Es gibt keine Leitplanken oder sonstige Sicherheitsvorkehrungen. Auch das Wetter traegt seinen Teilen zur Gefaehrlichkeit bei. Auf der 60 km langen Strecke werden fast alle Klimazonen Suedamerikas durchquert. Als sie noch die einzige Verbindung war, stuerzte taeglich ca. ein Fahrzeug in die Tiefe. Zahlreiche Kreuze am Strassenrand erinnern daran.
Seit 2006 gibt es eine neue, asphaltierte Strasse. Diese ist zwar sicher aber dauert laenger. Deshalb wird die Alte immernoch benutzt und es kommt noch zu Abstuerzen.
Hauptsaechlich wird sie heute allerdings fuer den Tourismus benutzt. Die Agencys bieten alles Fahrradtouren an und auch da kam es schon zu schweren Unfaellen z. B. wegen schlechten Bremsen. Wir trafen ein paar Leute, die sich etwas gebrochen hatten und 2001 ist ein Touri in die Tiefe gestuerzt und gestorben.

Ein Denkmal fuer die zwei Israelis, die hier gestorben sind. 
Ich (N) habe letztes Jahr ein Schulreferat ueber diese Strasse gehalten und wollte nicht einfach mit dem Fahrrad runterheizen sondern sie richtig auf mich wirken lassen.
Wir fanden eine Agency, die die Strasse zum Teil laufen, zum Teil mit dem Auto anbot. Das hoerte sich gut an und wir buchten gleich fuer den naechsten Tag.

Um 08:00 Uhr wurden wir abgeholt. Diesmal hatten wir eine private Tour denn wir waren nur zu zweit. Uns solls recht sein :)
Unser Weg fuehrte uns auf 4650 Meter hoch auf den Cumbre-Pass. Auch hier ist Vorsicht geboten!


Fahrzeuge im Abgrund

Nach 15 Min. kurviger Fahrt fuhren wir durch ein Wolkenmeer



Kurz darauf bogen wir auch schon auf die Todesstrasse ab.
Mit dem Auto auf der Todesstrasse zu fahren liess unseren Adrenalinpegel ganz schoen steigen. Gefaehrlicher gehts nicht. Aber an den ganz krassen Stellen stiegen wir aus und liefen.



Gegenverkehr hatten wir auch




Der Reifenabdruck kurz vorm Abgrund


sogar ein LKW kam uns entgegen






Bevor wir in Coroico ankamen zeigte uns unser Guide noch wie hier Koka angebaut wird.

Koka-Straeucher
Hallo Coroico
Nachdem wir in einem deutschen Lokal mittagassen, ging es auch schon wieder zurueck. Diesmal auf der neuen und sicheren Strasse. Als wir den Cumbre-Pass passierten mussten wir leider sehen, wie gerade ein Auto aus dem Abgrund geborgen wurde. Obwohl jeder weiss wie gefaehrlich die Strecke bzw. der Pass ist, rasen trotzdem viele wie die Sau.

Unser Guide Joel checkte uns noch ein Hostal und ein Busticket nach Copacabana ab.
Naechster Halt: Titicaca See!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen